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Sander

Die Kiesgrube von Hohensaaten

 

Katastrophenartige Durchbrüche des Schmelzwassers durch die Endmoränen waren natürlich nicht die Regel. Normalerweise strömte das Schmelzwasser des Gletschers durch die durchbrochenen Endmoränen und bildete hinter dem Durchbruch eine sich fächerförmig ausbreitende Ausschwemmung von Kies und Sand, den sogenannten Sandkegel. In Abhängigkeit von der Jahreszeit schmolz der Gletscher langsamer (oder gar nicht) und damit änderte sich die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers. Sandkörner gleicher Größe wurden bei hoher Strömungsgeschwindigkeit weiter geschwemmt als bei geringen Wasserstrom. Deshalb finden wir im Anschnitt der Kiesgruben Streifungen verschiedener Körnungen im Sand, wir können sie auch als Jahresringe bezeichnen. Leider ist diese Sortierung der Sandkörner heute technisch nicht zu verwerten, deshalb wird durch Flotation und Siebung in den Anlagen der Kiesgrube eine nochmalige Sortierung nach Korngröße in verschiedene Fraktionen vorgenommen. Die Sandkegel bedecken riesige Flächen von eineigen Quadratkilometern, wie an den Abmessungen der Kiesgruben deutlich sichtbar ist. Der kegelförmige Sander ist heute in der Landschaft kaum noch zu entdecken. Es ist anzunehmen, daß die Dynamik der Gletscherbewegungen, die Veränderungen von Durchbruchstellen, Winderosion vor dem Gletscher oder die Tätigkeit des Menschen diese Konturen verwischt haben, obwohl die Kiesschichten bis 20 m erreichten.